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Veteranen drücken die Schulbank

Lehrer Buenzli

Turnveteranen haben im «Erlebnisegge Waldegg» in Teufen noch einmal Schulluft von früher geschnuppert.

Das monatliche Treffen führte die Turnveteranen der Männerriege Richterswil via Ricken, Wasserfluh nach Teufen AR in den «Erlebnisegge Waldegg». Auf dem Programm stand, als Viertklässler nochmals die Schule in einem Zimmer aus den Fünfzigerjahren des letzten Jahrhundert zu besuchen. Unter der Zimmertür begrüsste Lehrer Bünzli jeden «Schüler» einzeln, speziell Joggeli, der zum zweiten Mal die vierte Klasse besuchen musste. Der Lehrer kontrollierte auch die Sauberkeit der Hände. Das Schulzimmer weckte bei jedem Teilnehmer Erinnerungen, «weisch na, wie mer mit de Fädere im Tintefässli kratzet händ, bis de Lehrer veruckt worde isch», sagte ein «Schüler».

Zeugnis verteilt

Die dümmeren Schüler wurden vorne im Klassenzimmer platziert, die gescheiteren hinten. Nachdem der Lehrer die Hefte und Federhalter verteilt hatte, stellte er die erste Aufgabe: «Schreibe deinen Berufswunsch in Schnüerlischrift in das Heft.» Joggelis Wunschberuf ist Bauer. Begründung: Da habe er die Chance, in der Fernsehsendung «Bauer, ledig, sucht…» aufzutreten und so leicht zu einer Frau zu kommen. Achmed, ein weiterer Problemschüler,
notierte Lehrer als Berufswunsch, damit er viele Ferien habe. Dies erzürnte Bünzli vehement. Nach dem Diktat musste gerechnet werden. Bünzli musste
mehrfach Gottlieb und Alois auffordern, am Unterricht teilzunehmen und nicht zu schlafen. In der Vaterlandkunde ging es darum, die Bedeutung von Appenzeller Ausdrücken zu erraten. So zum Beispiel, dass eine Äbese eine Ameise ist. Am Schluss erhielt jeder sein Abschlusszeugnis. Joggelis Noten
waren so schlecht, dass er eigentlich zurück in die dritte Klasse müsste. Aber Bünzli hat sie aufgewertet, sodass er doch noch in die fünfte Klasse versetzt wurde.